Serap Güler im Gespräch mit Integrationsagenturen

Am Freitagabend diskutierten Serap Güler und der Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, gemeinsam mit Integrationsagenturen aus Köln über Herausforderungen in der Integration.

Serap Güler betonte, dass Einwanderung nicht als einmaliges Phänomen zu verstehen sei. Das gleiche gelte auch für die Integration. „Integration ist ein langer Prozess, der allen Beteiligten viel Kraft koste, aber in jedem Fall seine Mühe wert ist“, so Güler.                                                                                                                                                                                      

Ziel müsse es sein, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederhohlen und endlich von einer nachholenden hin zu einer aktiven Integrationspolitik überzugehen. Das Integrationsgesetz der Bundesregierung sei ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auch die Landespolitik ist gefragt: Die Forderung der CDU NRW, die Schulfrist von Flüchtlingen auf 25 Jahre zu verlängern, scheiterte an der Blockade der Rot-Grünen Regierung. Nicht anonymisierte Bewerbungsverfahren seien der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration, sondern vor allem die Bildung. Parteiquerelen hätten in der Integrationspolitik keinen Platz.

Güler weiter: „Aktuell lässt die Landesregierung in NRW die Kommunen im Stich. Die Aussage, Integration scheitere nicht am Geld, ist als Beschwichtigungsversuch abzutun. Wir müssen mehr in Integrations- und Sprachangebote investieren.“ Gleichzeitig dürfe man aber auch nicht die Gastarbeiter der ersten Generation vergessen.